Bist du schonmal in den Urlaub gefahren ohne zu wissen wohin?
I get it! Sehr zum empfehlen.
Doch überall, wie auch hier sollte man sein Maß kennen, mir fällts schwer...
Nach einem sehr ausgeschweiften letzten Kirscherntetag war für mich klar: Ich muss raus. Gesagt getan, am nächsten Tag ins Auto und los. Aber wohin? Erstmal Richtung Osten, ans Meer. Eine etwas sehr lange Fahrt und ein ziemlich stark überhitztes Auto später bin ich tatsächlich angekommen, das Meer! Und gleichmal mein Auto als Schlafplatz getestet, nicht überzeugt. Und so ging meine Reise, länger als gedacht, über wunderschöne Plätze Tasmaniens. Wineglassbay ist bestimmt für einige ein Begriff, einer der schönsten Strände im Nationalpark Freycinet liegend. Ich bin quer durch den Park gewandert, über drei Tage. Faszinierend!! Vom Meer bis zum Gipfel, am Strand entlang und mitten durch den Busch. Und das beste dieses schöne Plätzchen Erde hatte ich fast ganz für mich allein. Wieder zurück in Zivilisation gings weiter Richtung Norden entlang der Küste bis nach St. Helens, wo ich zusammen mit den gut bekannten Franzosen gecampt habe und Mahlzeiten mit selbstgefangenen Fischen genossen habe. Nach paar Tagen musste ich wieder weiter, es ging über Launceston, Devonport... aber alles hat mich nicht überzeugt. Doch dann von der Küste aus habe ich die Berge gesehen und ich wollte dahin. Also ins Auto und los. Eine sehr unerwartet lange Fahrt später kam ich Abends am Cradle Mountain an, doch die Suche nach einem geeignetem Schlafplatz erwies sich als ziemlich schwierig, zum Glück waren ein paar Freunde da, die mir in meiner missligen Lage geholfen hatten. Den nächsten Tag hab ich den Gipfel des Berges bestiegen, war aber aufgrund der hohen Präsenz des Touristenvolkes ein nicht so genießbarer Marsch.

Hallo Reisender, viel Erkenntnis, Erfahrungsreichtum und Spiritualität
AntwortenLöschenWer das Ziel kennt, kann entscheiden; wer entscheidet, findet Ruhe; wer Ruhe findet, ist sicher; wer sicher ist, kann überlegen; wer überlegt, kann verbessern. Konfuzius
Nun meinen aber auch einige, dass der Weg wohl schon das Ziel sei. Ohne Ziel zu sein, kann ebenfalls als ein Umherirren bezeichnet werden. Die absolute Konzentration auf ein Ziel wiederum (welches auch immer), transportiert die Erfüllung der Lebenserwartungen und Wünsche ins Jenseits und deformiert den erlebten Augenblick nur zum Erfüllungsgehilfen der Sehnsüchte und Vorstellungen. Wo liegt nun die Ausgewogenheit zwischen Weg und Ziel? Eine Ambivalenz die von Zeit zu Zeit zu reflektieren gilt. Über Reisende ist berichtet. Jedoch was verbindet die Wahrnehmung des Augenblicks mit den Deutungen und Vorstellungen der Zukunft? Die Suche nach Erfüllung, das Sehnen nach dem Paradies, dem Himmel auf Erden gehört zu den Bedürfnissen jedes Menschen und drückt sich auf unterschiedlichste Weise aus. Es ist das Streben nach Entfaltung und Erkenntnis, steht für sein Sehnen nach der Erfüllung seiner Träume, Glück, Harmonie, Seligkeit, Geborgenheit. Der Spannungsbogen zwischen Realität und Lebenswunsch scheint uns oft zu zerreißen, in der Spaltung tun sich Abgründe auf, wir fühlen uns klein und schutzlos vor den Kräften, die wir zu meistern suchen und am Ende steht nur Einsamkeit und Tod. Der Suche nach der Überwindung dieser Spaltung, der Suche nach dem Sinn des Lebens haben sich Propheten und Priester, Forscher und Wissenschaftler aller Zeiten gewidmet. Wirklich begreifen kann Mensch jedoch nur mit all seinen Sinnen (also akustisch, optisch, motorisch, taktil und interaktiv). Erfahrungs- und Lernmöglichkeiten liegen demnach im Jetzt und Hier, in Aktion und Reaktion. Nur wenigen „Reisenden“ gelingt es, die darin verborgenen Zusammenhänge und Chancen zur Reifung und Vervollkommnung des Wesens zu erkennen, den Transfer nachvollziehbar zu machen und dabei auch noch Genusslust zu erlauben. So streben wir eine Verbindung von Himmel (Aufrichtung, Ausdehnen, Inspiration, Welt der Gedanken, Ideen, Visionen) und Erde (Geborgenheit, Sicherheit, Urvertrauen, Nahrung, Schutz, Heimat) an und wollen selbst die Begegnungsstätte sein, der Platz an dem sich Himmel und Erde treffen.
Reine spekulative Philosophie von Erni