Seid gegrüßt!
Für alle, die es noch nicht wissen, ich bin auf Tasmanien, bald schon eine Woche. Eine woche war ich in Maffra, ohne Job, so hat mich eine überzeugende Stimme nach Tasmanien gezogen, mit der zuversicht eine tolle Insel zu erkunden und arbeit zu finden. Die Insel hat zurecht all seine Spitznamen verdient. Und die Arbeit... morgen ist mein erster Tag auf ner Kirschfarm, pflücken... Also gehts morgen früh um 6 aufs Feld. Mal sehen, wie lange ich das aushalte, momentan zelte ich hier auf einen nicht so ausreichend ausgestatteten Campingplatz mitten auf der Insel, die Nächte werden hier recht kalt, was ich hier im australischen Sommer gar nicht erwartet hatte, aber was solls. Man soll aber auf dem Feld sehr gut verdienen, bezahlt werden wir nach Leistung wahrscheinlich, also umso schneller, desto mehr money!
Achso, ich hätte es fast vergessen:
Mein erstes eigenes Auto! Ein Ford Telstar Limo 2,0l 1985
Ich hab das gute Stück für 450$ von einen älteren Herr abgekauft. Ich brauchte nur etwas um mobil zu sein, aber es hatte schon die ersten Macken. Ich hoffe es hält wenigstens die Zeit auf Tasmanien aus.
Sonst hat sich nicht viel verändert.
Haltet die Ohren steif!
Endlich ein neues Lebenszeichen, nun die Fortsetzung meines Kommentars.
AntwortenLöschenReisen bildet!
Und das nicht nur kulturell. Und nicht nur durch tatsächliche Fortbewegung!
Sondern im Wesentlichen ist die "innere" Reise gemeint. Ohne die auch die Weltreise nur Kilometerfressen bleibt.!
Nun mögen die Methoden und Unterarten zur Erfüllung von Lebenswünschen in Papua Neu Guinea und Ulan Bator unterschiedlich erscheinen, ebenso wie beim Vergleich zwischen Lengefeld und Berlin.
Das Grundsätzliche, das Wesentliche (das Wesen ausmachende), das Prinzip ist jedoch überall auf der Welt und in jedem Menschen ähnlich.
Einfach zu untermauern ist die These der Selbstähnlichkeit (fraktale Logik) durch die Beobachtung des Prinzips "Bewegung".
Balance als Ergebnis fein abgestimmter Synergie von Gravitation und Fliehkraft erlaubt erst stabile Dynamik und ist zugleich ein Ergebnis davon.
Nach diesem "Grundgesetz" funktionieren alle Lebensvorgänge. Sowohl intrapsychisch als auch in sozialer Beziehung können so Prozesse verstanden und mitgestaltet werden.
Das wirklich Pfiffige an der Idee ist nun, dass es gar nicht immer nötig ist, die ungeheuer komplizierten Seelenvorgänge zu studieren oder die Sprache zu übersetzen.
Um Zusammenhänge, Dynamiken und mögliche Lösungen sozusagen "in vivo" zu erforschen, ist es ausreichend, den Leib und seine Aktionen zu beobachten. Und den haben wir 24 Stunden am Tag bei uns, d.h. wir haben ständig Zugriff zu allen notwendigen Informationen.
Die Reisekunst wird als Wegkunst wohlverstanden, wenn wir ihre Eigentümlichkeiten genauer betrachten.
Der Mensch ist Fahrzeug, Fahrer und Trasse zugleich.
Wie beim richtigen Reisen sind verschiedene Vorbereitungen zu treffen, Regeln einzuhalten und alle Sinne offen zu halten. Die wohltemperierte Mischung aus Anpassung und Beharrlichkeit, aus Vision und Realität, aus Absicht und Einsicht, aus Ent-Scheidung und Be-Scheidung bestimmen Zeit und Charakter der Entwicklung und das Gelingen.
Allein reisen ist nicht ganz einfach. Wer sowieso schon genügend Sorgen hat, oder noch ein bisschen unsicher ist, der ist gut beraten, eine Begleitung zu suchen. Wenn jemand mitgeht, die Richtung teilt, verantwortungsbewusst und freundlich ist, wenn jemand stützt, wenn's wirklich nicht mehr geht, dann kann es sogar froh machen, wie man den steinigen Weg bewältigt.
Wenn das erstrebte Ziel Souveränität, heitere Gelassenheit, und tiefes Verstehen (nicht Verständnis für alles) heißt, dann ist die Chance groß, das Ziel zu sehen, wenn der Weg zu Haltungen, Tugenden, Lebenswünschen schon nach diesen Gesichtpunkten gestaltet ist.
Sanftes Reisen heißt, Lösungen für Probleme zu finden, ökologisch zu planen und die vorhandenen Ressourcen zu nutzen und zu schützen. Man will ja wieder kommen.
Deine Reise als Methapher - viel Glück Erni
Als Filipp den Text von Erni gelesen hat sagte er bloß: "hää?" Ich musste manche Sätze auch 2 oder 3 mal lesen damit ich sie verstanden habe oder ich hab sie gar nicht verstanden. Aber egal den Ehrenfried'n verstehen ist eine Kunst für sich. Eine eigene Karre ist schon etwas feines. Filipp wollte wissen ob du die dann wieder verkaufen wilst. Hoffentlich hält sie noch durch bis du von Tasmanien wieder weg willst. Deine "neue-alte" und ich sind zur Zeit ja auch kräftig am fahren mit dem guten alten Stefan. Ich hoffe im Sommer geht es dann los mit Moped fahren.
AntwortenLöschenGruß Ferdi
Lieber Friedrich,
AntwortenLöschenauch die Oldies wollen ihren "Senf" dazu geben.Wir freuen uns natürlich wenn wir etwas von dir hören.Schön dass du jetzt auf der Insel sein kannst.Die Brände haben
wohl doch nicht die ganze Ernte vernichtet.Noch schöner ist natürlich, dass du Arbeit gefunden hast.Gatulieren möchten wir auch zum eigenen Auto, was alles so möglich ist.Mit diesem Gefährt wirst du sicher auch in die Plantage fahren.Vieleicht findest du doch noch einen Weggefährten der deine Pläne mitgeht. Schön wäre es schon,denn zu zweit ist es sicher besser. Sei Gott befohlen
Oma und Opah
Lieber Friedrich,
AntwortenLöschenschön von Dir zu hören. Deine Reise ist ja wirklich sehr abenteuerlich.Ich bin jetzt schon auf Deinen Reisebericht gespannt.
Als Deine Ex-Patentante erlaube ich mir eine Bemerkung zu einem der Kommentare: Das Fazit der hier abgehandelten wissenschaftlichen Ausführung lautet nach meinem Verständnis: Philisophen müssen nicht durch die große weite Welt reisen, um die Welt und sich selbst zu entdecken und zu verstehen. Ihnen genügt lediglich die tägliche Reise durch sich selbst und sie empfinden diese als spannendes Abenteuer.
Und manche Leute brauchen einfach mal einen Ortswechsel um sich selbst und natürlich auch andere Länder und Kulturen zu entdecken, und um sich fernab von familiären Strukturen zu entfalten. Das kann ich persönlich auch besser nachvollziehen als spirituelle Körperreisen und ich finds gut! Lieber Friedrich, in diesem Sinne wünsche ich Dir weiterhin eine gute Zeit in Australien! Wir hören von Dir. Liebe Grüße Susi
Lieber Friedrich, herzliche Grüße aus dem winterlichen Erzgebirge sende ich Dir nach Australien. Mein Name ist Brigitte, bin 57 Jahre, wohne in Marienberg und bin eine Kollegin Deines Vaters.
AntwortenLöschenVoller Interesse habe ich die Berichte von Dir gelesen und bin ganz schön erstaunt, was Du Dir so zutraust, ganz allein in der großen weiten Welt! Gratulieren möchte ich Dir zu Deinem roten Flitzer. Mögen immer viele Schutzengeln mit Dir fahren, wenn Du von A nach B fährst. Sicher gibt Dir dieses Gefährt auch eine gewisse Sicherheit, auch nicht unbedingt auf fremde Hilfe angewiesen zu sein und kannst Dir auch ganz andere Ziele stecken.
Auch sehr toll finde ich, dass Du Dir dort Arbeit suchst, wenn ich auch von meinen Bruder weiß, dass Obst pflücken sehr anstrengend ist, weil man ja alles übern Kopf machen muß und mein Bruder auch ein Soll hatten, wieviel sie am Tag pflücken mußten.
Ich wünsche Dir dazu viel Kraft und Ausdauer!
Bekommst Du denn irgend etwas von den vielen Bränden mit und ist es immer noch so heiß?
Ich habe mir den Atlas hergenommen und Deine bisherige Reise verfolgt. Dies werde ich auch weiterhin mit großem Interesse tun!
Wenn ich mir überlege, als ich so alt war wie Du, da habe ich fast 2 Jahre im Krankenhaus gelegen und das hat mich bis heute geprägt. Es ist für mich zum Beispiel ein Horror zu Weihnachten allein zu sein. Auf der anderen Seite freue ich mich das ganze Jahr auf die Advents- und Weihnachtszeit.
Auch ist es jetzt natürlich hervorragend, dass man mit dem Internet ganz anders erreichbar ist, das war ja damals nicht einmal telefonisch möglich.
Dir, lieber Friedrich, wünsche ich weiterhin Gottes Segen und Geleit auf Deiner abenteuerlichen Reise, alles Liebe und Gute und ich freue mich auf weitere interessante Erlebnisberichte von Dir. Herzliche Grüße aus der Heimat von Brigitte
Hallo Friedi.
AntwortenLöschenErstmal dir noch ein gutes und gesegnetes Neues Jahr mit vielen guten Begegnungen.
Kirschernte - da läuft mir das Wasser im Mund zusammen - dir wahrscheinlich nicht mehr... wohl eher schmerzende Knochen und Muskeln, oder?
Meine erste Karre war ein Ford Fiesta und der flitzte, das wünschen wir dir auch.
Es ist spannend deine Reise zu verfolgen - eigenes Fernweh...?
Wir lesen gar nichts mehr von deinen Kochversuchen? schmunzel
Bis bald mal wieder die Hallbacher.